Die Synagogen von Belarus. Bilder des schwindenden Kulturerbes
Gastausstellung

Eine Fotoausstellung der belarussischen Synagogen-Architektur im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG)

14.05.2012 - 22.05.2012


Große Teile des heutigen Weißrussland (Belarus) gehörten einst zum Großfürstentum Litauen, in dem es von jeher eine starke jüdische Bevölkerung gab. Bis zum heutigen Tag prägt und verbindet Belarus und Litauen ein reiches Erbe an jüdischer Kultur.
Die im Stil und Beschaffenheit vielfältigen Synagogenbauten sind ein sichtbares Zeichen der jüdischen Präsenz in der Kulturlandschaft beider Länder, die erhaltenswert sind. Das Programm für Entwicklungszusammenarbeit im Auslandsministerium der Republik Litauen hat daher ein Projekt ins Leben gerufen, mit dem der Zustand der jüdischen Sakralbauten dokumentiert und die Öffentlichkeit für das schwindende Kulturerbe sensibilisiert werden soll. In Kooperation mit dem Jüdischen Kultur- und Informationszentrum in Vilnius und der Kunstakademie Vilnius sind in den Jahren 2010 und 2011 litauische Studierende der Kunstakademie nach Belarus gereist, um die Synagogenbauten zu fotografieren und diese einzigartige Architektur für die Nachwelt zu dokumentieren.
Als Ergebnis der Forschungsprojekte ist die Ausstellung "Synagogen von Belarus. Bilder des schwindenden Kulturerbes" mit 44 Fotografien entstanden.

Ziel der Ausstellung ist es, an das reiche jüdische Kulturerbe als Teil der europäischen Kulturlandschaft in diesen Gebieten zu erinnern. Die Fotoausstellung ist eingebettet in die aktuelle Schau "Synagogen in Brandenburg – Auf Spurensuche", die bis Mitte Juni 2012 im HBPG zu sehen ist.

Das Projekt wurde initiiert durch das Programm für Entwicklungszusammenarbeit im Auslandsministerium der Republik Litauen. Projekt-Partner sind die Botschaft der Republik Litauen in Deutschland, das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, das Jüdische Kultur- und Informationszentrum in Vilnius, die Kunstakademie Vilnius, das Kultusministerium der Republik Litauen und das Zentrum für Internationale Kulturprogramme in Litauen.

 

Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr
Fr 10–19 Uhr
Sa/So und feiertags 10–18 Uhr
Mo geschlossen

Eintritt
frei

Informationen
Tel.: 0331/ 62085-50
E-Mail: info@hbpg.de


 
 
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