Museum der Wünsche
Jugenderfahrungen 1989/90 - Private Utopien der friedlichen Revolution

Eine Ausstellung des Historischen Instituts der Universität Potsdam und des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte im Rahmen von Kulturland Brandenburg 2009 "Freiheit. Gleichheit. Brandenburg. Demokratie und Demokratiebewegungen"

27.11.2009 - 31.01.2010


Die Ausstellung beginnt dort, wo das Jubiläumsjahr zu 20 Jahren Mauerfall meist endet, mit dem Mauerfall am 9. November 1989, und sie nimmt aus der Perspektive des privaten Lebens die politisch bewegenden Monate bis zur ersten und einzigen freien Volkskammerwahl in der DDR am 18. März 1990 in den Blick. Mit welchen Wünschen und Erwartungen gingen die Menschen damals in die Jahreswende 1989/90? Was ist daraus geworden, welche Erinnerungen haben heute noch Gewicht und was möchte man bewahren und gern weiter geben?

Studierende der Universität Potsdam haben sich auf die Suche nach Zeitzeugen begeben, die 1989 Abiturienten, Azubis oder Studenten waren, und sie nach ihren Erinnerungen befragt. Entstanden sind Interviews, die eine sehr individuelle Rückschau auf die Monate des politischen Aufbruchs und auch des persönlichen Neuanfangs vermitteln. Sie werden vor dem Hintergrund einer Chronologie der politischen Ereignisse 1989/90 präsentiert, ergänzt durch private Erinnerungsstücke wie Fotos, Tagebücher, Briefe und andere Objekte.

Die Besucher der Ausstellung erfahren außerdem anhand von Schautafeln und Computeranimationen, wie sich unsere Erinnerung vollzieht und wodurch sie beeinflusst wird. Möglichkeiten und Grenzen der Zeitzeugenbefragung, aber auch der qualifizierte Umgang mit Interviews als Quellen werden ebenfalls thematisiert.

Die Ausstellung richtet sich vor allem an junge Menschen, für die die Zeit vor 20 Jahren bereits ferne Vergangenheit ist, der sie aber nachspüren möchten. Sie macht Geschichte lebendig - durch die Möglichkeit, Lebenssituationen und Brüche in individuellen Lebensgeschichten von Jugendlichen damals und heute zu vergleichen.
Ein von den Studenten eigens für die Ausstellung entwickeltes Mit-Mach-Programm gibt Schülerinnen und Schülern der Primar- und Sekundarstufe außerdem die Möglichkeit, ihr Wissen über den Mauerfall oder den "Runden Tisch" zu erweitern und diese Situationen spielerisch nachzuempfinden.

Kulturland Brandenburg 2009 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg.
Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen gemeinsam mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung


Begleitveranstaltungen

Mi, 02.12.2009, 19 Uhr
Lesung: "Haltet euer Herz bereit - Eine ostdeutsche Familiengeschichte"
mit dem Autor Maxim Leo, Berlin
Beitrag: 5 Euro/ erm. 3 Euro

Mi, 06.01.2010, 19 Uhr
Lesung: "Wehe dem Sieger! Ohne Osten kein Westen"
mit der Autorin Daniela Dahn, Berlin
Beitrag: 3 Euro
Die Ausstellung ist bis 19 Uhr geöffnet.

Do, 14.01.2010, 18 Uhr
Gespräch in der Ausstellung
Studierende, die die Ausstellung erarbeitet haben, geben Einblicke in ihre Arbeit mit den Zeitzeugen. Dabei beschreiben sie ihren Umgang mit den Zeitzeugenberichten als historische Quelle, erklären, wie sich Erinnerung vollzieht und stellen sich dem Dialog mit den Besuchern.
Beitrag: 2,50 Euro, für Studierende beitragsfrei



Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 10-17 Uhr
Samstag/Sonntag und an Feiertagen 10-18 Uhr
Montag geschlossen
Heiligabend geschlossen
Silvester 10-16 Uhr


Eintrittspreise
Einzelticket: 4 Euro/erm. 2,50 Euro (Kombiticket mit Ausstellung Sperlzeug)
Sonderpreise für Gruppen, Familien und Schulklassen
Kinder bis 6 Jahre freier Eintritt

Informationen
Tel: 0331/62085-50
E-Mail: info@hbpg.de
 
 
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