Ehemalige Hütte für Nichteisenmetalle »Szopienice«, davor Uthemannhütte, Verwaltungsgebäude, 2010 Foto: Europareportage
Struktur und Architektur
Das postindustrielle Kulturerbe Oberschlesiens

Eine Ausstellung von Europareportage Berlin in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa und dem Schlesischen Museum Kattowitz/Muzeum Śląskie w Katowicach im Rahmen des 5. Europäischen Monats der Fotografie

16.11.2012 - 06.01.2013


Logo: Europäischer Monats der FotografieDie Ausstellung stellt mit 47, teils großformatigen Farbfotografien eine Momentaufnahme noch vorhandener Industriearchitektur aus der Zeit vor 1945 dar.
Die historische Region Oberschlesien gehört auch heute noch zu den größten Industriegebieten Europas und ist das wichtigste Wirtschaftszentrum der Republik Polen. Ein Großteil der dort ansässigen Werke, vor allem des Bergbaus und Hüttenwesens, überdauerte relativ unbeschadet den Zweiten Weltkrieg und vierzig Jahre sozialistische Planwirtschaft. Andere, einst kriegswichtige Anlagen, wie die Chemischen Werke Hydebreck in Kandrzin/Kedzierzyn wurden durch alliierte Bombenangriffe stark beschädigt. Nach dem Wechsel der staatlichen Zugehörigkeit begann man mit dem Wiederaufbau vieler zerstörter Werke; in den 1950er Jahren nahmen sie ihren Betrieb wieder auf.
Kokerei »Carbo-Koks«,
ehemals Kokerei der Julienhütte,
Kohlenmühle, 2010
Foto: Europareportage
Der Fotograf Thomas Voßbeck setzt die imposanten Hallen und Maschinen durch Bildkomposition und Lichteinfall in eindrücklicher Weise in Szene. Seine Fotografien werden ergänzt durch die Klangkomposition von Richard Ortmann, der die Industriegeräusche Oberschlesiens aufgezeichnet hat, bevor sie durch den Strukturwandel verschwinden werden.

Die Ausstellung war 2010/11 bereits in der Zeche Zollern in Dortmund, im Oberschlesischen Landesmuseum Ratingen und im Schlesischen Museum Katowice/Kattowitz zu sehen.
Nach dem HBPG in Potsdam sind 2013 sechs Museen in Polen weitere Ausstellungsorte.


Ausstellungsführungen mit dem Fotografen Thomas Voßbeck
Mi, 28.11.2012, um 19 Uhr (mit Multimediapräsentation), Beitrag: 5 Euro
und Sa, 15.12., 15 Uhr, Beitrag: 4 Euro


Bildband
Struktur und Architektur
Das postindustrielle Kulturerbe Oberschlesiens
Deutsch-polnischer Bildband mit Fotografien von Thomas Voßbeck, 200 S., mit zahlreichen Farbfotografien und CD des Klangkünstlers Richard Ortmann, 200 S., gebunden
ISBN 978-3-936168-57-0, 19,80 Euro

Die beiliegende CD mit einem Audiofeature bietet Interviews mit Menschen aus verschiedenen Lebens- und Arbeitsbereichen. Die Klang-Bild-Collage erweitert die Dimension der Bilder um akustische Eindrücke aus einzelnen Industriezweigen.


Flyer und Einladung zur Eröffnung (PDF zum Download, 186KB)


In Korrespondenz zur Ausstellung widmet das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum im oberen Foyer sein aktuelles Schaufenster dem denkmalgeschützten industriellen Erbe der Mark Brandenburg. Vorgestellt werden vier bedeutende Industriedenkmale im Land Brandenburg: die Brikettfabrik Louise in Domsdorf, die Patentpapierfabrik in Sieversdorf-Hohenofen, die Kalkwerke in Rüdersdorf und die Mühleninsel in Cottbus.
Diese Beispiele aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert zeigen, dass sich auch in der ländlich geprägten Region früh wichtige Industriestandorte entwickelten. Die erstaunliche Vielfalt an Zeugnissen der Industriekultur im Land Brandenburg stellt die Denkmalpflege vor besondere Herausforderungen. Der schwierige Weg der Technik- und Industriedenkmalpflege hat aber inzwischen zu vielen beachtenswerten Erfolgen geführt, und auch dafür stehen die vier im "Schaufenster" präsentierten Objekte.


Ausstellungsplakat: Struktur und Architektur, Das postindustrielle Kulturerbe Oberschlesiens Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr
Fr 10–19 Uhr
Sa/So und feiertags 10–18 Uhr
Mo geschlossen

Eintrittspreise
Einzelticket: 3 Euro/erm. 2 Euro
freitags 2 Euro
Sonderpreise für Gruppen, Familien und Schulklassen, bis 18 Jahre freier Eintritt

Informationen
Tel: 0331/62085-50
E-Mail: info@hbpg.de
 
 
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