09.12.2011 - Pressemitteilung
Neuerscheinung "Kunst des Mittelalters in der Mark Brandenburg. Ein Führer zu Museen und Sammlungen", herausgegeben vom Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und dem Museumsverband Brandenburg wird am 10.12.2011 präsent


Am 10.12.2011 präsentieren das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) und der Museumsverband Brandenburg ihre gemeinsam herausgegebene Publikation "Kunst des Mittelalters in der Mark Brandenburg. Ein Führer zu Museen und Sammlungen". Die Vorstellung der Broschüre findet im Rahmen der Tagung „Aspekte höfischer Kunst und Architektur in der Mark Brandenburg im 15. Jahrhundert“ im HBPG im Kutschstall Am Neuen Markt statt. Aus diesem Anlass sind die Tagungsbesucher um 18.30 Uhr zu einem kleinen Empfang eingeladen.

Die Broschüre erscheint anlässlich des erfolgreichen Ausstellungsverbundes „Raubritter und schöne Madonnen“ des HBPG, des Märkischen Museums/Stiftung Stadtmuseum Berlin und des Museums Bischofsresidenz Burg Ziesar.

Die Publikation stellt Museen vor, die über Sammlungen zur mittelalterlichen Kunst verfügen. Das Besondere daran: Die Mark Brandenburg hatte im Mittelalter eine teilweise andere Ausdehnung als das heutige Land Brandenburg – aber natürlich sollte die ganze historische Mark Brandenburg als Kunstlandschaft betrachtet werden sollte. Deshalb sind – ergänzend zu allen Museen mit Mittelalterbeständen im Land Brandenburg – auch die einschlägigen Museen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Polen vertreten.

Jede Sammlung wird kurz beschrieben, es finden sich Adresse und Öffnungszeiten der einzelnen Museen ebenso wie Hinweise auf herausragende Baudenkmale. Ein Glossar und eine Karte runden die 44 Seiten umfassende Publikation ab, die ein handlicher Führer zu Museen und Sammlungen zur Kunst der Mark Brandenburg sein möchte. Sowohl Fachleute als auch Laien werden von den vielen in dieser Publikation vorgestellten Kunstschätzen überrascht sein. Die Broschüre ist gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro im Museumsshop des HBPG erhältlich.





01.12.2011 - Pressemitteilung
Letzte Ausstellungswochen „Märkische Kunst – Bilderwelt des Mittelalters“ im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam bieten nochmals vielfältige Veranstaltungen und Aktionen


Die aktuelle Sonderausstellung „Märkische Kunst – Bilderwelt des Mittelalters“ im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) in Potsdam geht in die letzten Wochen und lädt noch einmal zu vielfältigen Begleitveranstaltungen ein.

Am 2., 9., 13. und 20. Dezember können Besucher der Ausstellung in der Schauwerkstatt ganztägig den Diplomrestauratoren Dörte Busch und Dirk Jacob beim Arbeiten über die Schulter schauen. Sie reinigen die wertvollen Skulpturen des Schwanebecker Altars von Verunreinigungen und Übermalungen und festigen die jahrhundertealte Holzsubstanz. Fragen der Besucher zu Techniken und Methoden der Restaurierung werden gern beantwortet.
Am 3. Dezember, um 15 Uhr, führen der Kurator Dr. Peter Knüvener und der Restaurator Thoralf Herschel durch die Ausstellung und geben Einblicke in die Restaurierungswerkstatt.

Thematische Ausstellungsführungen mit dem Kurator Dr. Peter Knüvener gibt es am 9. Dezember, um 17 Uhr, über „Anna Selbdritt – die beliebteste Heilige des Spätmittelalters“, am 15. Dezember, um 15.30 Uhr, zu „Engel und Heilige – Himmlische Boten und Nothelfer“ und am 22. Dezember, um 15.30 Uhr über „Weihnachten in der Kunst – die schönsten Weihnachtsdarstellungen schuf das Mittelalter, nicht selten in märkischen Dorfkirchen!“.

Für historisch besonders interessierte Besucher bietet am 10. Dezember, von 10 bis 18 Uhr, die Tagung „Die Mark Brandenburg im 15. Jahrhundert“ Einblicke in die neuesten Forschungen über die bisher verkannte Blütezeit des Landes.

Ausführliche Informationen zum Begleitprogramm im Kalender und www.raubritter-und-schoene-madonnen.de





22.11.2011 - Pressemitteilung
Ministerpräsident Matthias Platzeck eröffnet Projektmesse zum Jugendgeschichtstag am 26.11. im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam


„Heute ist morgen gestern!“ – Geschichte(n) so vielfältig wie das Land und die Menschen in Brandenburg

Am Samstag, 26.11.2011, gibt es von 11 bis 16 Uhr wieder einen Jugendgeschichtstag im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, veranstaltet von Zeitwerk – der Beratungsstelle für lokale Jugendgeschichtsarbeit im Landesjugendring Brandenburg e.V. Unter dem Motto „Heute ist morgen gestern!“ stellen über 30 Jugendgeschichtsprojekte mit insgesamt über 160 Teilnehmern und Teilnehmerinnen ihre Forschungsarbeiten und ihr Engagement für ihre Heimatregionen vor.
Ministerpräsident Matthias Platzeck wird um 12.30 Uhr die Projektmesse eröffnen, die einer der Höhepunkte der Veranstaltung im Kutschstall ist.
Der Jugendgeschichtstag steht unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg Dr. Martina Münch. Sie wie auch der Landtagspräsident und viele Landtags- und Bundestagsabgeordnete werden im Kutschstall erwartet.

Die Besucher erwarten „Spots auf 100 Jahre“, die Jugendliche im Rahmen der Aktion „Wie ein Wimpernschlag der Geschichte“ in kurzen Handyspots festgehalten haben. Einblicke in ihr Engagement für die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück gewähren Jugendliche aus Jugendverbänden, die damit auch ein Zeichen gegen die Verbrechen der NS-Zeit und den aktuellen Rechtsextremismus setzen wollen. Mit eigenen Projektständen und einem selbst gestalteten Bühnenprogramm präsentieren sich die Jugendgruppen, die seit April dieses Jahres im Rahmen des Jugendprogrammes „Zeitensprünge“ lokale Geschichte erforschten. Unter ihnen nahmen vier Projektgruppen das „Leben mit der Mauer“ in den Blick und erhielten dabei Unterstützung durch die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Ulrike Poppe.

Die Beratungsstelle für lokale Jugendgeschichtsarbeit „Zeitwerk“ unterstützt seit nunmehr sieben Jahren die lokale Jugendgeschichtsarbeit und damit die Heimatverbundenheit der Jugendlichen, u.a. in Kooperation mit der Stiftung Demokratische Jugend. Der Jugendgeschichtstag soll sowohl den Jugendlichen als auch den Besuchern Anstöße geben, sich mit der Herkunft und den eigenen Wurzeln auseinanderzusetzen.
Der Eintritt ist frei. Besucher sind herzlich willkommen.





25.10.2011 - Pressemitteilung der Staatskanzlei (Quelle: www.brandenburg.de)
1. Brandenburgische Landesausstellung 2014 in Doberlug


Die 1. Brandenburgische Landesausstellung wird im Jahr 2014 in Doberlug-Kirchhain im Landkreis Elbe-Elster stattfinden. Das hat das Kabinett heute in Potsdam beschlossen. Die Exposition wird die gemeinsame Geschichte von Preußen und Sachsen thematisieren. Ausstellungsort wird das Kloster- und Schlossensemble in Doberlug sein.

Kulturministerin Sabine Kunst informierte über das Konzept der Ausstellung „Preußen-Sachsen. Sachsen-Preußen. Bilder einer Nachbarschaft“: „Ich bin sehr gespannt auf diese Landesausstellung, die uns sicherlich viele interessante Facetten und unentdeckte Schätze aus 400 Jahren brandenburgisch-preußischer und sächsischer Geschichte zeigen wird. Und Ich freue mich, dass es gelungen ist, dieses große Projekt auf den Weg zu bringen. Dazu werden Kräfte und Mittel in Land und Region gebündelt. Hier arbeiten wissenschaftliche und kulturelle Institutionen diesseits und jenseits der Landesgrenzen eng miteinander.“

Nach den Worten von Kunst dient „diese Landesausstellung der Stärkung der Landesidentität und der Verbundenheit mit dem Land. Sie beleuchtet an einem authentischen Ort ein landesgeschichtlich bedeutsames Thema“, so Kunst. „Das alles sind die Zutaten für ein erfolgreiches Ausstellungsprojekt mit positiven Effekten für die kulturelle Bildung, den Tourismus und die Wirtschaft für Doberlug und die Region.“

Die erste Landesausstellung soll 2014 aus Anlass des 200. Jahrestages des Wiener Kongresses gezeigt werden. Ein Drittel des heutigen Landes Brandenburg gehörte bis zu diesem Kongress 1814/15 zu Sachsen, dessen Kultur den Süden des Landes bis heute prägt. Jahrhunderte lang spielte das nachbarschaftliche Verhältnis der beiden Kurfürsten sowie der späteren Könige eine Sonderrolle, das von gegenseitiger Beeinflussung und Partnerschaft bis zu Rivalität und Feindschaft variierte.

Kloster und Schloss Doberlug sind sowohl Schauplatz und Zeugnis dieser wechselvollen Geschichte als auch beeindruckendes Objekt jahrelanger denkmalpflegerischer Anstrengungen von EU, Bund, Land, Stadt und Kirche. Insgesamt 13 Millionen Euro wurden bereits in die Wiederherstellung der national bedeutenden baulichen Anlagen investiert.

Die Ausstellung wird in Verantwortung des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte vorbereitet. Zu den Kooperationspartnern zählen die Universität Potsdam, die Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ sowie weitere wissenschaftliche und museale Einrichtungen.

Für die noch ausstehende Herrichtung der denkmalgeschützten Gebäude zu Ausstellungszwecken übergab Ministerin Kunst einen Förderbescheid. Im Schloss soll bis 2013 mit Hilfe einer Förderung im Rahmen des Kommunalen Kulturinvestitionsprogramms (KKIP) ein musealer Bereich hergerichtet und ausgestattet werden, der modernen Anforderungen an ein Ausstellungshaus genügt und zur ersten Anlaufstelle für Kulturtouristen in der Stadt und der Region entwickelt werden soll. Das Vorhaben kostet rund 1.65 Millionen Euro. Das Land stellt knapp 904.800 Euro aus EFRE-Mitteln zur Verfügung. Die kommunalen Eigenmittel betragen etwas mehr als 754.000 Euro.

Die Ausstellungskosten von rund 2,5 Millionen Euro sollen zu je 50 Prozent aus öffentlichen und zu 50 Prozent aus Mitteln von Kulturstiftungen und privaten Trägern beglichen werden. Das Kulturministerium wird bis 2014 insgesamt 950.000 Euro an Projektfördermitteln über das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte zur Verfügung stellen.





10.10.2011 - Pressemitteilung
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) sucht neue Sterne für den Sternenmarkt 2011


Dem polnischen „Sternenmarkt“, der traditionell am 1. Dezemberwochenende auf dem Kutschstallhof Am Neuen Markt in Potsdam stattfindet, sind im Laufe der Jahre die Sterne ausgegangen.
Nach acht Jahren wünscht sich das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte wieder mehr Sterne auf seinem Adventsmarkt und bittet dafür die Potsdamer um tatkräftige Unterstützung.
Wer kann helfen und basteln? Die Sterne sollten mindestens 50 cm groß sein und aus wetterfestem Material bestehen, damit sie nicht nur in diesem Jahr, sondern auch auf den folgenden Sternenmärkten funkeln können.
Bis zum 20. November können die Sterne im Foyer des HBPG im Kutschstall abgegeben werden. Die ersten 300 Sternemacher erhalten als Dankeschön freien Eintritt auf den „Sternenmarkt“ vom 2. bis 4. Dezember 2011.
Der schönste Stern wird am Samstag, 3. Dezember, um 16 Uhr, durch eine Jury auf der Bühne im Kutschstallhof gekürt. Der Gewinner erhält einen Wochenendaufenthalt für zwei Erwachsene und zwei Kinder in der Wojewodschaft Kujawsko-Pomorskie, einer der schönsten Regionen Polens.

Kontakt
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
Tel: 0331/62085-50





08.09.2011 - Pressemitteilung
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam eröffnet neue Sonderausstellung „Märkische Kunst – Bilderwelt des Mittelalters“ mit Meisterwerken märkischer sakraler Kunst des 15. Jahrhunderts


Erste Schau im Ausstellungsverbund „Raubritter und schöne Madonnen“
Potsdam | Berlin | Ziesar | Brandenburg an der Havel


Vom 9. September 2011 bis 8. Januar 2012 zeigt das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) in Potsdam die Ausstellung „Märkische Kunst – Bilderwelt des Mittelalters“, mit der erstmals die Bedeutung der Mark Brandenburg als europäische Kunstlandschaft in der kulturellen Blütezeit zwischen dem Beginn der Herrschaft der Hohenzollern 1411 und der Einführung der Reformation um 1530 gewürdigt wird.
Die Schau steht unter der Schirmherrschaft des Bischofs der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Dr. Markus Dröge, und der Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann.

Die Ausstellung versammelt hochrangige, bislang aber weitgehend unbekannte Meisterwerke spätmittelalterlicher Kunst aus allen brandenburgischen Landesteilen, einschließlich der heute zu Sachsen-Anhalt gehörigen Altmark und dem östlich der Oder gelegenen Gebiet der einstigen Neumark, das heute zu Polen gehört. Die Leihgaben – darunter zwei vollständige Flügelaltäre, zahlreiche Tafelbilder und Skulpturen – kommen aus dem Stadtmuseum Berlin, dem Altmärkischen Museum Stendal, dem Nationalmuseum Stettin, dem Dommuseum Brandenburg, den Stadtmuseen in Bernau, Dahme, Havelberg, Pritzwalk, Perleberg und Angermünde sowie aus zahlreichen evangelischen Kirchengemeinden des Landes Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Sie zeugen davon, dass die Mark Brandenburg schon lange vor Friedrich dem Großen ein Land mit vielen blühenden Städten war, in denen bedeutende Künstler wirkten. Über den europäischen Wallfahrtsort Wilsnack kam es zu zahlreichen überregionalen und internationalen Beziehungen mit einem regen künstlerischen Austausch.

Eigens für die Ausstellung wurden mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e. V., des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums und der Stiftung Kirchliches Kulturerbe in Berlin-Brandenburg einzigartige Meisterwerke restauriert. Zudem werden seit dem 19. Jahrhundert zerstreute Altarfiguren aus bedeutenden Kirchen wie St. Jacobi in Perleberg oder der Johanniterkomturei Tempelhof für die Zeit der Ausstellung erstmalig wieder zusammengeführt.
Ein eigener Ausstellungsbereich mit Restaurierungswerkstatt stellt die komplizierten Techniken vor, mit denen einst die fragilen Kunstwerke geschaffen wurden, wie auch die modernen Methoden der Restaurierung und Konservierung.

Kinder sind in der Ausstellung mit einem „Tanz von Figuren“ zum kreativen Malen eingeladen.

Begleitend zur Ausstellung erhält jeder Besucher ein Heft (64 S.) mit Erläuterungen zu den gezeigten Kunstwerken.
Kurator der Ausstellung ist der Kunsthistoriker Dr. des. Peter Knüvener.

Öffentliche Kuratorenführungen und ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm werden die Ausstellung begleiten.

Die Ausstellung im HBPG ist ein Projekt im Rahmen des regionalen Ausstellungsverbundes „Raubritter und schöne Madonnen“, zu dem sich erstmals das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam, das Märkische Museum | Stadtmuseum Berlin, das Museum Bischofsresidenz Burg Ziesar und die Stadt Brandenburg an der Havel, unterstützt vom Dommuseum Brandenburg und dem Archäologischen Landesmuseum Brandenburg, zusammengeschlossen haben. Sie präsentieren zum 600-jährigen Jubiläum des Herrschaftsantritts der Hohenzollern in der Mark Brandenburg aufeinander bezogene, aber thematisch jeweils eigenständige Ausstellungen.

Als Begleitbuch zum Ausstellungsverbund erscheint im September im Lukas Verlag, Berlin:
Im Dialog mit Raubrittern und Schönen Madonnen. Die Mark Brandenburg im späten Mittelalter (Hg. von Clemens Bergstedt, Heinz-Dieter Heimann, Knut Kiesant, Peter Knüvener, Mario Müller und Kurt Winkler, ca. 400 S., ca. 300 Abb., Festeinband 21 x 28 cm, ISBN 978-3-86732-118-1).
Preis: 30 Euro (Buchhandel), 24,95 Euro (Museumsshop des HBPG)

Pressefotos zum download

Die Ausstellung im HBPG wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des
Landes Brandenburg, der ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Stiftung kirchliches Kulturerbe in Berlin-Brandenburg, der Rudolf-August Oetker Stiftung, der Stiftung Preußische Seehandlung, dem Verein Freunde des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte e. V, der Ursula Eckert-Stiftung, dem Berliner Ehepaar Bärbel und Hans G. Kloß und dem Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e. V.


Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr
Fr 10–19 Uhr
Sa/So und an Feiertagen 10–18 Uhr
Mo geschlossen

Eintrittspreise
Einzelticket: 5 Euro/erm. 3,50 Euro
freitags 3,50 Euro
bis 18 Jahre freier Eintritt
Sonderpreise für Gruppen, Familien und Schulklassen

Die Eintrittskarte einer Ausstellung berechtigt zum ermäßigten Eintritt in die anderen Ausstellungen des Verbundes.

Informationen
Tel: 0331/62085-50, E-Mail: info@hbpg.de,
www.hbpg.de | www.raubritter-und-schoene-madonnen.de





07.09.2011 - Pressemitteilung
Internationales Ausstellungsprojekt 2013 am Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte erhält Förderung durch die Europäische Union


„EUROPA JAGELLONICA – Kunst und Kultur in Mitteleuropa unter der Herrschaft der Jagiellonen 1386–1572“ vereint Spitzenwerke der Kunst des Spätmittelalters und der Renaissance aus Museen, kirchlichen und privaten Sammlungen ganz Europas

Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) wird 2012/13 Partner eines internationalen Kooperationsprojektes. Das deutsch-polnisch-tschechische Ausstellungsprojekt EUROPA JAGELLONICA – Kunst und Kultur in Mitteleuropa unter der Herrschaft der Jagiellonen 1386–1572 erhielt jetzt die Zusage über die Förderung durch die Europäische Union im Rahmen des EU-Programms Kultur (2007–2013). Für die beteiligten Partner ist das ein großer Erfolg, denn von 280 beantragten Projekten wählte die Generaldirektion Bildung und Kultur der EU insgesamt 103 als förderungswürdig aus, darunter insgesamt nur zehn Projekte aus Deutschland.

Partner des Ausstellungsvorhabens sind die Mittelböhmische Galerie in Kutná Hora/ Tschechische Republik, das Nationalmuseum Warschau und das Königliche Schloss in Warschau/ Republik Polen, das HBPG in Potsdam sowie das Geisteswissenschaftliche Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e. V. an der Universität Leipzig, dem die inhaltliche Konzeption und die internationale Koordination des Projektes obliegt. Alle Partner trafen sich am 6. und 7. September 2011 im HBPG zu einem ersten gemeinsamen Arbeitstreffen, um die nächsten Schritte der Umsetzung ihres anspruchsvollen Vorhabens abzustimmen.

Das Kooperationsprojekt ist von gesamteuropäischer Bedeutung, denn die Schau versammelt etwa 200 herausragende Kunstwerke des Spätmittelalters und der Renaissance aus dem Umfeld einer der mächtigsten Dynastien Europas – der Jagiellonen. Die Leihgaben stammen aus den bedeutendsten Kunstmuseen Europas und den USA und zählen zu den Publikumsmagneten. Andere befinden sich nach wie vor an ihren ursprünglichen Bestimmungsorten – in Kirchen, Kapellen und Ratssälen und wurden noch nie im Ausland gezeigt. Unter den Künstlern, die in der Ausstellung vertreten sein werden, finden sich Meister wie Albrecht Dürer, Lucas Cranach d. Ä., Martin Schongauer, Veit Stoß und Peter Vischer d. J. Neben Tafelbildern und Skulpturen geben reich illuminierte Handschriften, prachtvolle Goldschmiedearbeiten, astrologische Instrumente und Prunkrüstungen einen Einblick in die künstlerische Repräsentation der Herrscher, Magnaten und des hohen Klerus, in die höfische und städtische Kultur der Zeit.

Die Ausstellung erschließt dem Besucher die historische und kulturelle Zusammengehörigkeit Mittel- und Ostmitteleuropas, das um 1500 von der litauisch-polnischen Dynastie der Jagiellonen beherrscht wurde. Die Jagiellonen gehörten damals zu den mächtigsten Königshäusern des alten Kontinents. Ihre Angehörigen regierten über ein Gebiet von der Ostsee bis zur Adria und zum Schwarzen Meer. Familiär verbunden waren sie u. a. mit den Habsburgern, den Wittelsbachern in Bayern, den Wettinern in Sachsen und den Hohenzollern von Brandenburg-Coburg. In Deutschland fast völlig unbekannt, sind die Jagiellonen in Polen und Tschechien in der Geschichte tief verwurzelt.

Die Ausstellung wird in drei Weltkulturerbe-Städten zu sehen sein: in Kutná Hora von Mai bis September 2012, in Warschau von Oktober 2012 bis Januar 2013 und im HBPG in Potsdam von März bis Juni 2013.

Unterschiedliche Themenschwerpunkte an jeder Station verknüpfen die Ausstellung eng mit der jeweiligen regionalen Kultur- und Kunstgeschichte und deren europäischen Bezügen. In der Mittelböhmischen Galerie in Kutná Hora steht der mitteleuropäische Silberbergbau und seine Auswirkungen auf die Entwicklung der Künste im Mittelpunkt. Die zweite Station am Königlichen Schloss und im Nationalmuseum in Warschau widmet sich der Herrscherdynastie der Jagiellonen im europäischen Kontext, den Künsten an ihren Höfen, der künstlerischen Repräsentation und den Stiftungen ihrer persönlichen Pietas. Die dritte Station im HBPG in Potsdam nimmt die Heiratspolitik der Jagiellonen mit den Fürstenhäusern des Reiches in den Blick. Dazu werden neben den Verbindungen zu den Habsburgern, Wittelsbachern und Wettinern insbesondere die Verbindungen mit den Hohenzollern anhand sehr persönlicher Zeugnisse und Kunstwerke präsentiert. Hier wird das Ausstellungskonzept, das regionale mit nationaler und europäischer Geschichte und Kultur verknüpft, von der Kulturstiftung der Länder und vom Land Brandenburg gefördert.

Die Ausstellung über die Jagiellonen wird den Besuchern die Möglichkeit eröffnen, die vielfältigen Traditionen des Kulturtransfers sowie der künstlerischen und sozialen Mobilität in Zentraleuropa kennen zu lernen und die Ursprünge für die Ideale unserer modernen pluralistischen Gesellschaft in der frühen Neuzeit zu entdecken. Durch diese historische und zugleich aktuelle Perspektive knüpft die Ausstellung an wichtige kulturelle Traditionen Zentraleuropas an und fördert so die Identifizierung mit der europäischen Kultur und die Herausbildung einer neuen europäischen Identität.





02.09.2011 - Einladung zum Presse- und Fototermin
Internationales Ausstellungsprojekt 2013 am Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte erhält Förderung durch die Europäische Union


„EUROPA JAGELLONICA – Kunst und Kultur in Mitteleuropa unter der Herrschaft der Jagiellonen 1386–1572“ vereint Spitzenwerke der Kunst des Spätmittelalters und der Renaissance aus Museen, kirchlichen und privaten Sammlungen ganz Europas

Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) wird 2012/13 Partner eines internationalen Kooperationsprojektes. Das deutsch-polnisch-tschechische Ausstellungsprojekt EUROPA JAGELLONICA – Kunst und Kultur in Mitteleuropa unter der Herrschaft der Jagiellonen 1386–1572 erhielt jetzt die Zusage über die Förderung durch die Europäische Union im Rahmen des EU-Programms Kultur (2007–2013). Für die beteiligten Partner ist das ein großer Erfolg, denn von 280 beantragten Projekten wählte die Generaldirektion Bildung und Kultur der EU insgesamt 103 als förderungswürdig aus, darunter insgesamt nur zehn Projekte aus Deutschland.

Partner des Ausstellungsvorhabens sind die Mittelböhmische Galerie in Kutná Hora/ Tschechische Republik, das Nationalmuseum Warschau und das Königliche Schloss in Warschau/ Republik Polen, das HBPG in Potsdam sowie das Geisteswissenschaftliche Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e. V. an der Universität Leipzig, dem die inhaltliche Konzeption und die internationale Koordination des Projektes obliegt. Alle Partner trafen sich am 6. und 7. September 2011 im HBPG zu einem ersten gemeinsamen Arbeitstreffen, um die nächsten Schritte der Umsetzung ihres anspruchsvollen Vorhabens abzustimmen.

Das Kooperationsprojekt ist von gesamteuropäischer Bedeutung, denn die Schau versammelt etwa 200 herausragende Kunstwerke des Spätmittelalters und der Renaissance aus dem Umfeld einer der mächtigsten Dynastien Europas – der Jagiellonen. Die Leihgaben stammen aus den bedeutendsten Kunstmuseen Europas und den USA und zählen zu den Publikumsmagneten. Andere befinden sich nach wie vor an ihren ursprünglichen Bestimmungsorten – in Kirchen, Kapellen und Ratssälen und wurden noch nie im Ausland gezeigt. Unter den Künstlern, die in der Ausstellung vertreten sein werden, finden sich Meister wie Albrecht Dürer, Lucas Cranach d. Ä., Martin Schongauer, Veit Stoß und Peter Vischer d. J. Neben Tafelbildern und Skulpturen geben reich illuminierte Handschriften, prachtvolle Goldschmiedearbeiten, astrologische Instrumente und Prunkrüstungen einen Einblick in die künstlerische Repräsentation der Herrscher, Magnaten und des hohen Klerus, in die höfische und städtische Kultur der Zeit.

Die Ausstellung erschließt dem Besucher die historische und kulturelle Zusammengehörigkeit Mittel- und Ostmitteleuropas, das um 1500 von der litauisch-polnischen Dynastie der Jagiellonen beherrscht wurde. Die Jagiellonen gehörten damals zu den mächtigsten Königshäusern des alten Kontinents. Ihre Angehörigen regierten über ein Gebiet von der Ostsee bis zur Adria und zum Schwarzen Meer. Familiär verbunden waren sie u. a. mit den Habsburgern, den Wittelsbachern in Bayern, den Wettinern in Sachsen und den Hohenzollern von Brandenburg-Coburg. In Deutschland fast völlig unbekannt, sind die Jagiellonen in Polen und Tschechien in der Geschichte tief verwurzelt.

Die Ausstellung wird in drei Weltkulturerbe-Städten zu sehen sein: in Kutná Hora von Mai bis September 2012, in Warschau von Oktober 2012 bis Januar 2013 und im HBPG in Potsdam von März bis Juni 2013.

Unterschiedliche Themenschwerpunkte an jeder Station verknüpfen die Ausstellung eng mit der jeweiligen regionalen Kultur- und Kunstgeschichte und deren europäischen Bezügen. In der Mittelböhmischen Galerie in Kutná Hora steht der mitteleuropäische Silberbergbau und seine Auswirkungen auf die Entwicklung der Künste im Mittelpunkt. Die zweite Station am Königlichen Schloss und im Nationalmuseum in Warschau widmet sich der Herrscherdynastie der Jagiellonen im europäischen Kontext, den Künsten an ihren Höfen, der künstlerischen Repräsentation und den Stiftungen ihrer persönlichen Pietas. Die dritte Station im HBPG in Potsdam nimmt die Heiratspolitik der Jagiellonen mit den Fürstenhäusern des Reiches in den Blick. Dazu werden neben den Verbindungen zu den Habsburgern, Wittelsbachern und Wettinern insbesondere die Verbindungen mit den Hohenzollern anhand sehr persönlicher Zeugnisse und Kunstwerke präsentiert. Hier wird das Ausstellungskonzept, das regionale mit nationaler und europäischer Geschichte und Kultur verknüpft, von der Kulturstiftung der Länder und vom Land Brandenburg gefördert.

Die Ausstellung über die Jagiellonen wird den Besuchern die Möglichkeit eröffnen, die vielfältigen Traditionen des Kulturtransfers sowie der künstlerischen und sozialen Mobilität in Zentraleuropa kennen zu lernen und die Ursprünge für die Ideale unserer modernen pluralistischen Gesellschaft in der frühen Neuzeit zu entdecken. Durch diese historische und zugleich aktuelle Perspektive knüpft die Ausstellung an wichtige kulturelle Traditionen Zentraleuropas an und fördert so die Identifizierung mit der europäischen Kultur und die Herausbildung einer neuen europäischen Identität.





30.08.2011 - Einladung zur Pressevorbesichtigung und Buchpräsentation
Sonderausstellung Märkische Kunst – Bilderwelt des Mittelalters


Eine Ausstellung des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
im Ausstellungsverbund Potsdam – Berlin – Ziesar – Brandenburg an der Havel
Raubritter und schöne Madonnen
9. September 2011 bis 8. Januar 2012


Sehr geehrte Damen und Herren,
wir laden Sie herzlich zur Pressevorbesichtigung der Sonderausstellung und zur Buchpräsentation ein.

Termin
Donnerstag, 8. September 2011, 11 Uhr

Ort
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG),
Kutschstall, Am Neuen Markt in Potsdam, Obergeschoss

Es begrüßen Sie:
Dr. Kurt Winkler, Direktor des HBPG
Dr. Franziska Nentwig, Generaldirektorin der Stiftung Stadtmuseum Berlin
Dr. Clemens Bergstedt, Direktor des Museums Bischofsresidenz Burg Ziesar
Dr. Joachim Müller, Untere Denkmalschutzbehörde, Brandenburg an der Havel
Prof. Dr. Heinz-Dieter Heimann, Historisches Institut, Universität Potsdam
Dr. des. Peter Knüvener, Kurator der Ausstellung

Ablauf
- Begrüßung
- Informationen zum Ausstellungsverbund, Einführung in die Ausstellung
- Vorstellung des Begleitbuches zum Ausstellungsverbund
- Rundgang durch die Ausstellung
- Gelegenheit für Nachfragen, Interviews, Fototermine


Die Ausstellung
Erstmals würdigt eine Ausstellung die Bedeutung der Mark Brandenburg als europäische Kunstlandschaft in der kulturellen Blütezeit zwischen dem Beginn der Herrschaft der Hohenzollern 1411 und der Einführung der Reformation um 1530. Die Schau versammelt hochrangige, bislang aber weitgehend unbekannte Meisterwerke spätmittelalterlicher Kunst aus allen brandenburgischen Landesteilen, einschließlich der heute zu Sachsen-Anhalt gehörigen Altmark und dem östlich der Oder gelegenen Gebiet der einstigen Neumark, das heute zu Polen gehört.
Leihgeber sind das Stadtmuseum Berlin, das Altmärkische Museum Stendal, das Nationalmuseum Stettin, das Dommuseum Brandenburg, die Stadtmuseen in Bernau, Dahme, Havelberg, Pritzwalk, Perleberg und Angermünde sowie zahlreiche evangelische Kirchengemeinden des Landes Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Eigens für die Ausstellung wurden mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e. V., des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums und der Stiftung Kirchliches Kulturerbe in Berlin-Brandenburg einzigartige Meisterwerke restauriert. Ein eigener Ausstellungsbereich mit Restaurierungswerkstatt stellt die komplizierten Techniken vor, mit denen die Kunstwerke geschaffen wurden, wie auch die modernen Methoden der Restaurierung und Konservierung.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bischofs der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Dr. Markus Dröge und der Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann.

Weitere Informationen zur Ausstellung [›››]

Eröffnung der Ausstellung
Donnerstag, 8. September 2011, 18 Uhr


Zum Ausstellungsverbund gehören auch das Museum Bischofsresidenz Burg Ziesar mit „Die Quitzows im Bild der märkischen Geschichte“ (15.09.–14.12.), das Märkische Museum | Stadtmuseum Berlin mit „geSchichten und beFunde | Mittelalterliche Sakralkunst neu entdeckt“ (11.09. bis auf Weiteres) und die Stadt Brandenburg an der Havel mit einer Ausstellung in der Katharinenkirche (ab 16.08.) und einer touristischen Wegeführung durch die Altstadt.
www.raubritter-und-schoene-madonnen.de/

Als Begleitbuch erscheint im September im Lukas Verlag, Berlin,
Im Dialog mit Raubrittern und Schönen Madonnen. Die Mark Brandenburg im späten Mittelalter (Hg. von Clemens Bergstedt, Heinz-Dieter Heimann, Knut Kiesant, Peter Knüvener, Mario Müller und Kurt Winkler, ca. 400 S., ca. 300 Abb., Festeinband 21 x 28 cm, ISBN 978-3-86732-118-1)
Preis: 30 Euro (Buchhandel), 24,95 Euro (Museumsshop)

Die Ausstellung im HBPG wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des
Landes Brandenburg, der ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Stiftung kirchliches Kulturerbe in Berlin-Brandenburg, der Rudolf-August Oetker Stiftung, der Stiftung Preußische Seehandlung, dem Verein Freunde des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte e. V, der Ursula Eckert-Stiftung, dem Berliner Ehepaar Bärbel und Hans G. Kloß und dem Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e. V.





18.07.2011 - Pressemitteilung
Sonderausstellung mit Werken polnischer und deutscher Expressionisten noch bis zum 7. August im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam zu sehen


Ein Ausstellungskleinod in Potsdam: Im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte wird noch bis zum 7. August die Ausstellung "BUNT – Der Sturm – Die Aktion. Polnische und deutsche Expressionisten" gezeigt. Die außergewöhnliche Schau, die in dieser Zusammenstellung und Qualität noch nie zu sehen war, zeichnet erstmals ein bislang fast vergessenes Kapitel der deutsch-polnischen Kunstbeziehungen im 20. Jahrhundert nach. Gezeigt wird eine umfangreiche Werkauswahl von über 60 Grafiken, ergänzt um ausgewählte Gemälde und Skulpturen. Sie lassen den gemeinsamen Aufbruch einer europäischen expressionistischen Avantgarde um 1920 anschaulich werden.

Anlass der Ausstellung ist das zwanzigste Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages vom Juni 1991. Ein besonders gelungenes Beispiel dieser guten Beziehung beider Länder sei diese Ausstellung, sagte Kulturministerin Sabine Kunst bei der Eröffnungsveranstaltung. Sie zeige die hervorragende Zusammenarbeit kultureller Einrichtungen über Grenzen hinweg.

Die in Berlin 1910/11 gegründeten Kulturzeitschriften „Der Sturm“ und „Die Aktion“ waren angetreten, avantgardistische Kunstströmungen, besonders den Expressionismus, bekannt zu machen. „Der Sturm“, ab 1910 von Herwarth Walden herausgegeben, expandierte zu einem Unternehmen mit Galerie und Verlag und wandte sich auch den internationalen Strömungen (Futurismus, Kubismus) zu. Insbesondere durch die Druckgrafik, und dabei vor allem durch den Holz- und Linolschnitt, fand der Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg und bis dahin ungeahnte Verbreitung.

Die von Franz Pfemfert 1911 geleitete Zeitschrift „Die Aktion“ profilierte sich hingegen als Literaturzeitschrift. Zu den osteuropäischen Zirkeln, mit denen die deutschen Künstler im Umfeld dieser beiden Zeitschriften engen Kontakt hielten, gehörte die 1917 in Posen gegründete expressionistische Künstlergruppe „Bunt“ um Stanisław Kubicki und seine Frau Margarete Kubicka. In der „Aktion“ erschien ein „Bunt“-Sonderheft, und die Aktionsbuchhandlung veranstaltete eine Ausstellung dieser Gruppe.

Begleitend zur Ausstellung ist im Museumsshop des HBPG ein zweisprachiger, reich bebilderter Katalog (232 Seiten mit ca. 100 farbigen Abbildungen) zum Preis von 24,90 Euro erhältlich.

Die Ausstellung wird vom 21. August bis 16. Oktober 2011 auch im Museum der Anfänge des polnischen Staates in Gniezno zu sehen sein.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Matthias Platzeck und des Marschalls der Wojewodschaft Großpolen Marek Woźniak

Zeitraum:
24. Juni 2011 - 07. August 2011

Weitere Informationen, wie Öffnungszeiten und Eintrittspreise

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Besucheradresse:
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

Öffnungszeiten:
Di bis Do 10–17 Uhr,
Fr 10–19 Uhr,
Sa/So und an Feiertagen 10–18 Uhr,
Mo geschlossen

Eintrittspreise:
5 Euro/erm. 3,50 Euro (gilt auch für Aufbruch in die Moderne), freitags 3,50 Euro
Sonderpreise für Gruppen, Familien und Schulklassen
bis 18 Jahre freier Eintritt
Informationen: Tel: 0331/62085-50, E-Mail: info@hbpg.de


Die Ausstellung wird gefördert vom Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg und von der Selbstverwaltung der Wojewodschaft Großpolen.

Kulturland Brandenburg 2011 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg.
Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen gemeinsam mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung

Das HBPG wird gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der Landeshauptstadt Potsdam sowie durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg mit Mitteln des Hauptstadtvertrages





23.06.2011 - Pressemitteilung
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam eröffnet neue Sonderausstellung mit Werken polnischer und deutscher Expressionisten


Vom 24. Juni bis 7. August 2011 zeigt das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) in Potsdam die Ausstellung "BUNT – Der Sturm – Die Aktion. Polnische und deutsche Expressionisten". Die Schau im Kutschstall in Potsdam ist ein gemeinsames Projekt des HBPG und des Museums der Anfänge des polnischen Staates Gniezno sowie des National Museums in Poznan. Sie entstand aus Anlass des zwanzigsten Jubiläums des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages vom Juni 1991 als ein Projekt im Rahmen des Themenjahres von Kulturland Brandenburg 2011 "LICHT| SPIEL| HAUS – moderne in film. kunst. baukultur." Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Matthias Platzeck und des Marschalls der Wojewodschaft Großpolen Marek Wozniak.

Infolge des Ersten Weltkriegs und der revolutionären Umbrüche in den frühen Jahren der Weimarer Republik kam es auch zu einer politischen Radikalisierung der Künste. Der Expressionismus erfuhr seine äußerste Zuspitzung als Ausdruck gesellschaftlicher Kritik und utopischer Lebensideale. Künstlergruppen, Kunstzeitschriften und Galerien der Avantgarde formierten sich in rascher Folge und die Künstlergrafik erlebte einen Boom, ausgelöst nicht zuletzt durch die "Flucht in die Sachwerte" während der Inflationszeit.

Die in Berlin schon vor dem Ersten Weltkrieg gegründeten Kulturzeitschriften "Der Sturm" und "Die Aktion" waren angetreten, avantgardistische Kunstströmungen, besonders den Expressionismus, bekannt zu machen. "Der Sturm", ab 1910 von Herwarth Walden herausgegeben, expandierte zu einem Unternehmen mit Galerie und Verlag und wandte sich auch den internationalen Strömungen (Futurismus, Kubismus) zu. Die von Franz Pfemfert 1911 geleitete Zeitschrift "Die Aktion" profilierte sich hingegen als Literaturzeitschrift, die politisch deutlich links ausgerichtet war. Zu den osteuropäischen Zirkeln, mit denen die deutschen Künstler im Umfeld dieser beiden Zeitschriften engen Kontakt hielten, gehörte die 1917 in Posen gegründete expressionistische Künstlergruppe "Bunt" um Stanislaw Kubicki und seine Frau Margarete Kubicka. In der "Aktion" erschien ein "Bunt"-Sonderheft, und die Aktionsbuchhandlung veranstaltete eine Ausstellung dieser Gruppe.

In einer umfangreichen Werkauswahl von Grafiken, ergänzt um ausgewählte Gemälde und Skulpturen, zeichnet die Ausstellung erstmals dieses bislang fast vergessene Kapitel der deutsch-polnischen Kunstbeziehungen im 20. Jahrhundert nach. Viele der Leihgaben aus dem National Museum in Poznan sowie aus weiteren polnischen Sammlungen sind zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. Sie werden ergänzt um Werke aus der Stiftung Moritzburg, Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, Halle (Saale) und aus dem Lindenau-Museum Altenburg. Zusammen lassen sie den gemeinsamen Aufbruch einer europäischen expressionistischen Avantgarde um 1920 anschaulich werden.

Kuratoren der Ausstellung sind die Kunsthistoriker Agnieszka Salamon-Radecka (für die polnischen Werke) sowie Andreas Hüneke und Susanna Köller (für die deutschen Werke).

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiger, reich bebilderter Katalog (232 S. mit ca. 100 farbigen Abbildungen). Preis: 24,90 Euro (erhältlich im Museumsshop des HBPG)

Die Ausstellung wird vom 21. August bis 16. Oktober 2011 auch im Museum der Anfänge des polnischen Staates in Gniezno zu sehen sein.

Öffentliche Führungen mit dem Kurator Andreas Hüneke
2. und 30. Juli, jeweils 15 Uhr
Begleitveranstaltung am 6. Juli, 19 Uhr
Vortrag:"Conrad Felixmüller und die Zeitschriftengrafik"
mit Hans-Jürgen Wilke, Berlin

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Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte,
Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr
Fr 10–19 Uhr
Sa/So und an Feiertagen 10–18 Uhr
Mo geschlossen

Eintrittspreise
5 Euro/erm. 3,50 Euro (gilt auch für die Ausstellung "Aufbruch in die Moderne"),
freitags 3,50 Euro
Sonderpreise für Gruppen, Familien und Schulklassen
bis 18 Jahre freier Eintritt

Informationen
Tel: 0331/62085-50
E-Mail: info@hbpg.de


Die Ausstellung wird gefördert vom Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg und von der Selbstverwaltung der Wojewodschaft Großpolen.
Kulturland Brandenburg 2011 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg.
Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen gemeinsam mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung
Das HBPG wird gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der Landeshauptstadt Potsdam sowie durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg mit Mitteln des Hauptstadtvertrages.





30.05.2011 - Pressemitteilung
Ausstellungseröffnung „FSJ-Kultur – ich mach was draus“


Montag, 6. Juni 2011, 19 Uhr, in Velten

Am Montag, 6. Juni, wird um 19 Uhr die Ausstellung „FSJ-Kultur, ich mach was draus“ im Hedwig-Bollhagen-Gymnasium in Velten eröffnet. Sie wurde eigenständig von Natalie Becker und Annemarie Wolff (beide 20 Jahre) innerhalb ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in der Kultur (FSJ-Kultur) geplant und umgesetzt.

Nach der Schule beginnt für viele junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt und eine – meist – schwierige Findungsphase. Was soll ich mit meinem Leben anfangen? Wo geht’s hin und ist meine Wahl die Richtige? Eine Möglichkeit, erste Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln, ist das Freiwillige Soziale Jahr in der Kultur. Es bietet jungen Menschen die Chance, sich nach der Schule privat und beruflich zu orientieren.

Für die Ausstellung wurden elf Freiwillige in Berlin und Brandenburg nach ihrer Lebenssituation und der Arbeitswelt im Freiwilligen Sozialen Jahr in der Kultur befragt. Viele von ihnen sind – oftmals fern ihrer Heimat – in verschiedenen kulturellen Einrichtungen tätig, wie zum Beispiel im Jugendmuseum Schöneberg oder bei LandKunstLeben e.V. in Buchholz bei Fürstenwalde. Die Ausstellungsmacherinnen führten mit den Jugendlichen Interviews zu ihrem Leben, ihrer freiwilligen Arbeit, deren Auswirkung auf ihr Leben sowie zu ihren Zukunftsvorstellungen. Dabei wurde deutlich, dass das FSJ-Kultur für viele junge Menschen eine wichtige Phase auf der Suche nach sich selbst und der eigenen Zukunft darstellt. Daher ist es ein Ziel der Ausstellung, Jugendliche dazu anzuregen, sich mit ihrer Zukunft auseinander zu setzen und diese aktiv und bewusst selbst zu gestalten: Denn schließlich lautet das Motto der Ausstellung „FSJ-Kultur – ich mach was draus“.

Die Schau wird auf zwölf Tafeln präsentiert und wandert an weitere Orte im Land Brandenburg. Die Stationen werden auf der Facebookseite www.facebook.com/fsjkultur.imwd bekannt geben.

Natalie Becker leistet ihren freiwilligen Dienst bei Kulturland Brandenburg e.V. in Potsdam. Annemarie Wolff arbeitet beim Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, ebenfalls in Potsdam. Die beiden Ausstellungsmacherinnen haben sich nach dem Abitur bewusst zunächst für einen anderen Weg als das Studium entschieden und werden ebenfalls in der Ausstellung vorgestellt.

Kulturland Brandenburg e.V. realisiert mit verschiedenen Kooperationspartnern seit 2002 kulturelle Angebote im ganzen Land zu jährlich wechselnden Themenjahren. Seit 2002 durchgehend auch mit der Unterstützung eines Freiwilligen in der Kultur. Dieses Jahr dreht sich bei Kulturland unter dem Titel „Licht l Spiel l Haus. moderne in film. kunst. baukultur“ alles um die Moderne in Brandenburg.

Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte ist ein Forum für die Auseinandersetzung mit der Geschichte Brandenburg-Preußens. Sein Domizil, der Kutschstall des ehemaligen Potsdamer Stadtschlosses, steht inmitten des historischen Zentrums. Seit 2003 lädt das Haus in eine ständige Brandenburg-Preußen-Ausstellung, in wechselnde Sonderausstellungen sowie zu Veranstaltungen, Führungen und Exkursionen ein.


Termin: Montag, 6. Juni 2011, 19 Uhr
Veranstaltungsort: Hedwig-Bollhagen-Gymnasium, Emma-Ihrer-Str. 7b, 16727 Velten

Besichtigung der Ausstellung: bitte bei Annemarie Wolff melden (Tel: 0152 /53537649)

Eintritt: frei





19.04.2011 - Pressemitteilung
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam eröffnet neue Sonderausstellung: „Valeska Gert. Ein bewegtes Leben in Tanz, Film und Kabarett


Vom 20. April bis 13. Juni 2011 zeigt das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) in Potsdam die Ausstellung „Valeska Gert. Ein bewegtes Leben in Tanz, Film und Kabarett“.
Die Schau des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien, Potsdam (MMZ), entstand in Kooperation mit dem HBPG und ist ein Projekt im Rahmen des Themenjahres von Kulturland Brandenburg 2011 „LICHT | SPIEL | HAUS – moderne in film. kunst. baukultur.“

Valeska Gert (1892–1978) war neben Mary Wigman eine der wichtigsten Vertreterinnen des avantgardistischen Tanzes in den 1920er-Jahren. Darüber hinaus war sie ein gefragter Stummfilmstar und später auch Darstellerin unter der Regie von Filmgrößen wie Federico Fellini, Rainer Werner Fassbinder und Volker Schlöndorff.
Als Tochter einer jüdischen Familie und von den Nazis mit ihrer Kunst als „entartet“ diffamiert, verließ sie 1933 Deutschland. Sie emigrierte zunächst nach England, dann in die USA, wo sie jedoch nicht an ihre Erfolge anknüpfen konnte. 1947 kehrte sie nach Europa zurück und eröffnete zunächst in Zürich, anschließend in Berlin ein Kabarett, in dem sie dem jungen Klaus Kinski ein Forum bot. 1951 eröffnete sie den bis heute legendären „Ziegenstall“ auf Sylt. In den 1960er-Jahren stand sie dann wieder vor der Kamera und spielte u. a. in Fassbinders Serie „Acht Stunden sind kein Tag“ oder Schlöndorffs „Fangschuß“. Ihre gelebte Verbindung von Tanz, Schauspiel, Gesang und Kostüm beeinflusste nicht allein unzählige ihrer Zeitgenossen, sondern lebt auch nach ihrem Tod fort.

Die Ausstellung zeigt die Strahlkraft von Valeska Gert in Fotografien u. a. von Suse Byk, Lotte Jacobi, Willy Maywald, Ulrike Ottinger und Herbert Tobias, in Collagen, Grafiken, Porträts und Skulpturen u. a. von Clemens Bautz-Zukanovic, Charlotte Berend, Christian Hinrich Claussen, László Moholy-Nagy, Wolfgang Müller, Birgit Rautenberg-Sturm sowie in Schrift- und zum Teil erstmals hörbaren Tondokumenten.
Leihgeber sind die Akademie der Künste, Berlin; das Archiv Bibliographia Judaica e.V. Frankfurt/M.; das Deutsche Buch- und Schriftmuseum, Leipzig; das Deutsche Kabarettarchiv, Mainz; das Deutsche Tanzarchiv Köln; Deutschlandradio Kultur, Berlin; die Galerie Berinson, Berlin; die Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin; die Lipperheidesche Kostümbibliothek; die Gemeinde Kampen, Sylt; der Martin Schmitz Verlag, Berlin sowie private Leihgeber.

Die Schau ist Teil der Veranstaltungsreihe „Ich will leben, auch wenn ich tot bin.“ Filmbeiträge, Lesungen und Vorträge geben einen Einblick in Leben und Werk der extravaganten Tänzerin, Schauspielerin, Kabarettistin und Autorin, die Kurt Tucholsky einst als „dolle Nummer“ beschrieb.



Kuratorinnen der Ausstellung sind Dr. Elke-Vera Kotowski, MMZ, und Franziska Buhre, Institut für Theaterwissenschaft, Freie Universität Berlin.

Öffentliche Führungen mit der Kuratorin Dr. Elke-Vera Kotowski (25. April, 15. Mai) und Veranstaltungen werden die Ausstellung begleiten. Gruppenführungen sind auf Anmeldung möglich (Tel: 0331/62085-55/-50, E-Mail: fuehrungsbuero@hbpg.de).

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Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr, Fr 10–19 Uhr, Sa/So und an Feiertagen 10–18 Uhr, Mo geschlossen
Eintrittspreise
5 Euro/erm. 3,50 Euro (Kombiticket mit Aufbruch in die Moderne), freitags 3,50 Euro,
Sonderpreise für Gruppen, Familien und Schulklassen, Kinder und jugendliche Einzelbesucher bis 18 Jahre freier Eintritt

Informationen: Tel: 0331/62085-50, E-Mail: info@hbpg.de


Kulturland Brandenburg 2011 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg.
Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen gemeinsam mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung





14.04.2011 - Pressemitteilung
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam eröffnet neue Sonderausstellung: „Aufbruch in die Moderne. Architektur in Brandenburg von 1919 bis 1933“


Vom 15. April bis 7. August 2011 zeigt das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) in Potsdam die Ausstellung „Aufbruch in die Moderne. Architektur in Brandenburg von 1919 bis 1933“, die in Kooperation mit der Brandenburgischen Architektenkammer entstand. Die Schau ist ein Projekt im Rahmen des Themenjahres von Kulturland Brandenburg 2011 „LICHT | SPIEL | HAUS – moderne in film. kunst. baukultur.“


Die Ausstellung im Kutschstall am Neuen Markt in Potsdam ist die erste, die einen repräsentativen Überblick über den umfangreichen Bestand der Architektur der Moderne im Land Brandenburg gibt. Noch heute sind hier Bauten namhafter Architekten der Weimarer Republik, wie Walter Gropius, Otto Haesler, Erich Mendelsohn, Hannes Meyer, Mies van der Rohe, Bruno und Max Taut, zu finden. Zudem werden in der Ausstellung auch zahlreiche Gebäude bislang kaum gewürdigter Architekten vorgestellt. All diese Bauten bezeugen den Aufbruch in eine neue Zeit, als das Experimentieren und Gestalten mit modernen Formen und Materialien, etwa Glas, Beton und Stahl, sowie der bewusste Einsatz von Farbe in der Architektur zu innovativen Lösungen führte.

Die Ausstellung ist in sechs Sektionen gegliedert: Gebaute Utopien, Wohnsiedlungen, Bauten der Gemeinschaft, Private Wohnhäuser, Industrie- und Verkehrsbauten, Moderne nach 1933. Insgesamt werden 39 bekannte und viele neu zu entdeckende Gebäude und Ensembles vorgestellt.

Die Vielfalt der Stile reicht dabei vom Expressionismus (Erich Mendelsohn, Einsteinturm, Potsdam, 1920/21), über das Neue Bauen (Otto Haesler, Siedlung am Friedrich-Ebert-Ring, Rathenow, 1929) bis zur gemäßigten Moderne (Mies van der Rohe, Villa Mosler, Babelsberg, 1924-26).
Die 1921 gegründete Handwerkersiedlung Gildenhall bei Neuruppin steht für ein neues Lebensmodell in der jungen Republik. Die Wohnsiedlungen in Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder) und Luckenwalde waren Musterbeispiele für innovative Wohnformen. Reformschulen, Pädagogische Akademien und Wohlfahrtseinrichtungen versinnbildlichen die Bestrebungen der Lebensreformbewegung. Private Wohnhäuser zeugen von neuen Lebensweisen am grünen Rand der Metropole Berlin. Im Bereich von Industrie und Verkehr zeigt die Ausstellung Bauprojekte von Weltrang: das erste deutsche Tonfilmatelier in Babelsberg (1929) und das seinerzeit größte Schiffshebewerk der Welt in Niederfinow (1927–34). Ein Blick auf ausgewählte Bauprojekte nach 1933 veranschaulicht, dass die in der Weimarer Zeit entwickelte neue Formensprache mitunter fortlebte.

Mit historischen und aktuellen Fotos, Publikationen, Möbeln, Produkten der 1920er-Jahre, Bauelementen, Architekturmodellen, Ausstattungsgegenständen und Filmsequenzen werden die Bauten der Moderne in einem zeithistorischen Kontext präsentiert.


Leihgeber sind: Akademie der Künste, Berlin; Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung Berlin; Deutsches Technikmuseum Berlin; Stiftung Bauhaus Dessau; Potsdam Museum; HeimatMuseum Luckenwalde; Museum Neuruppin; Untere Denkmalschutzbehörde Potsdam.


Kuratorinnen der Ausstellung sind Dr. Nicola Bröcker und Dr. Simone Oelker-Czychowski.


Das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum ergänzt die Ausstellung, indem es sein „Schaufenster“ im oberen Foyer des Kutschstalls der langjährigen Betreuung von prominenten Denkmalen der Moderne widmet.


Öffentliche Führungen mit den Kuratorinnen (16. April, 15. Mai, 18. Juni, 9. Juli) und Veranstaltungen werden die Ausstellung begleiten.
Gruppenführungen sind auf Anmeldung möglich (Tel: 0331/62085-55/-50, E-Mail: fuehrungsbuero@hbpg.de). Kinder (acht bis zwölf Jahre) erwartet ein Quiz und eine Kinderecke.


Publikationen
Aufbruch in die Moderne. Architektur in Brandenburg von 1919 bis 1933
Reisekarte zu den in der Ausstellung vorgestellten Bauten, Hg. Nicola Bröcker und Simone Oelker-Czychowski, Potsdam 2011, Preis: 3 Euro (Buchhandel und Museumsshop)

Architektur in Brandenburg. Bauten der Weimarer Republik
Hg. Ulrike Laible, Braun Publishing, Berlin 2011
Preis: 19,90 Euro (Buchhandel und Museumsshop)


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Besucheradresse: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Öffnungszeiten: Di bis Do 10–17 Uhr, Fr 10–19 Uhr, Sa/So und an Feiertagen 10–18 Uhr, Mo geschlossen

Eintrittspreise: (15.–19.04. und 14.6.–23.06.) 4 Euro/erm. 2,50 Euro, freitags 2,50 Euro

(20.04.–13.06.) 5 Euro/erm. 3,50 Euro (als Kombiticket mit Ausstellung Valeska Gert bzw. Revolte – Sturm – Aktion), freitags 3,50 Euro

Sonderpreise für Gruppen, Familien und Schulklassen, Einzelbesucher bis 18 Jahre frei


Informationen: Tel: 0331/62085-50, E-Mail: info@hbpg.de



Die Ausstellung wird gefördert durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, die Brandenburgische Ingenieurkammer und die Wüstenrot Stiftung.
Kulturland Brandenburg 2011 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg.
Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen gemeinsam mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.





03.02.2011 - Pressemitteilung
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam eröffnet neue Sonderausstellung "Landsberg an der Warthe/Gorzów Wielkopolski. Zwei Namen – Eine Geschichte/jedno miasto – wspólna historia"


Vom 4. Februar bis 13. März 2011 zeigt das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) in Potsdam die Gastausstellung des Brandenburgischen Landeshauptarchivs und des Staatsarchivs Gorzów Wielkopolski "Landsberg an der Warthe/Gorzów Wielkopolski. Zwei Namen – Eine Geschichte/jedno miasto – wspólna historia" zur deutsch-polnischen Geschichte der einst neumärkischen Stadt.

2010 feierte das Staatsarchiv der Woiwodschaft Lebus (Województwo Lubuskie) in Gorzów Wielkopolski sein 60-jähriges Bestehen. Seit 1950 betreut das Archiv wertvolles Quellenmaterial aus dem historischen Ostbrandenburg östlich von Oder und Neiße, der heutigen polnischen Region Lubuskie. Es konnte nach dem Zweiten Weltkrieg vor Ort gerettet werden und wird seither als wichtiges Zeugnis der regionalen Geschichte bewahrt.

Die Jubiläums-Ausstellung zeigt, wie eng die Regionen beiderseits der Oder historisch miteinander verbunden sind. Im Mittelpunkt der Präsentation steht die Geschichte der Stadt Landsberg an der Warthe, die seit 1945 Gorzów Wielkopolski heißt, von ihrer Gründung im Jahr 1257 bis in die Gegenwart. Landsberg/Gorzów war über Jahrhunderte die größte Stadt im historischen Ostbrandenburg, und sie ist heute das Zentrum der Region Wielkopolski.
Die bedeutende Rolle dieser Stadt spiegelt sich auch im Stadtarchiv wider, das zu den größten Schätzen des Staatsarchivs Gorzów gehört. Archivalien des Brandenburgischen Landeshauptarchivs zeigen die Stadtgeschichte aus der Perspektive der staatlichen Verwaltungen der Provinz Brandenburg bis 1945. So wird die Geschichte Landsbergs als Teil der Geschichte Brandenburgs von unterschiedlichen Seiten sichtbar.

Auf 25 großen Tafeln bietet die Ausstellung eine vielfältige Auswahl von Urkunden, Akten, Karten, Plänen und Fotos aus beiden Archiven. Im HBPG wird sie mit wertvollen Originaldokumenten aus den Beständen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs ergänzt. Abbildungen, Originale und zweisprachige Erläuterungen laden ein zu einer spannenden Entdeckungsreise in die deutsch-polnische Geschichte einer Stadt von grenzüberschreitender Bedeutung.


Zur Ausstellung erscheint der Katalog
Falko Neininger, Julius Sikorski: Landsberg an der Warthe – Gorzów Wielkopolski.
Jedno Miasto – Wspólna Historia. Zwei Namen – Eine Geschichte
Herausgegeben vom Staatsarchiv Gorzów Wielkopolski und dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv, Gorzów Wielkopolski 2010
263 Seiten, Klappenbroschur, ISBN 978-83-928735-5-6
Er ist im Museumsshop des HBPG und im Brandenburgischen Landeshauptarchiv für 12 Euro erhältlich.


Die Ausstellung wird durch ein Begleitprogramm ergänzt.
Öffentliche Führungen mit dem Kurator, Dr. Falko Neiniger
Sa, 12. Februar 2011 und Sa, 26. Februar 2011, jeweils 15 Uhr


Zusätzlich zu den öffentlichen Führungen sind – nach Voranmeldung – auch Gruppenführungen möglich Informationen und Anmeldung: Führungsbüro des HBPG,
Tel: 0331/62085-55/ -50, E-Mail: fuehrungsbuero@hbpg.de

Eintritt frei


Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr
Fr 10–19 Uhr
Sa/So und an Feiertagen 10–18 Uhr
Mo geschlossen

Informationen
Tel: 0331/62085-50
E-Mail: info@hbpg.de


Pressekontakte
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Dr. Antje Frank
Tel: 0331/62085-49, E-Mail: frank@hbpg.de

Brandenburgisches Landeshauptarchiv
Kaerstin Weirauch
Tel: 0331/5674-126, E-Mail: kaerstin.weirauch@blha.brandenburg.de





01.02.2011 - Pressemitteilung
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) in Potsdam eröffnet neuen Ausstellungsbereich "Alltag und Diktatur in der DDR" in seiner ständigen Ausstellung zur Geschichte von Brandenburg-Preußen


HBPG profiliert sich damit weiter als Forum für historische und kulturelle Bildung und außerschulischer Lernort zur Zeitgeschichte

Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) hat in seiner ständigen Ausstellung zur Geschichte von Brandenburg-Preußen das Kapitel zur DDR-Geschichte vollständig neu konzipiert und gestaltet.
Heute wurde der neue Ausstellungsbereich "Alltag und Diktatur in der DDR" im Beisein der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Ulrike Poppe, und der Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Dr. Anna Kaminsky, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Er zeigt aus alltagsgeschichtlicher Perspektive, auf welche Weise und mit welchen Methoden die SED-Diktatur die Lebenswelt der DDR-Bürger beeinflusste und wie diese darauf reagierten. Sechs Themenbereiche stellen Lebenswelten und Erfahrungen junger Menschen in der DDR exemplarisch vor und erzählen Alltagsgeschichte mit regionalem Bezug:

Das Beispiel der Bildung von Neubauernwirtschaften auf dem Rittergut Kränzlin bei Neuruppin und das Schicksal einer enteigneten Familie zeigen, wie die Bodenreform als Instrument des Gesellschaftswandels 1945 das Agrarland Brandenburg in seiner ökonomischen und sozialen Struktur von Grund auf veränderte. An der Ausgrenzung und Verfolgung der Jungen Gemeinde 1953 in Guben wird deutlich, wie rigoros die SED in den 1950er-Jahren ihren "Klassenkampf" auf ideologischem Gebiet führte und wie sie versuchte, über die FDJ auf Jugendliche Einfluss zu nehmen.
Die 1961 errichtete Berliner Mauer wird erfahrbar in einer multimedialen, interaktiven Dokumentation zu den Maueropfern und in der persönlichen Geschichte eines jungen Mannes, der bei seinem Fluchtversuch erschossen wurde. Am Beispiel der in der DDR beliebten Frauen- und Modezeitschrift SIBYLLE wird illustriert, welchen Anspruch und welches Selbstverständnis junge, berufstätige Frauen hatten – zwischen dem offiziellen Leitbild von der gleichberechtigten "Frau im Sozialismus" und der Realität im Alltag. Für die Jugendkultur zwischen Protest und Opposition in den 1980er-Jahren steht der Dorf-Jugendklub "Extrem" von Lugau bei Finsterwalde, in dem Punkmusik angesagt war. Die 1988 in Potsdam gegründete Arbeitsgemeinschaft für Umweltschutz und Stadtgestaltung "ARGUS" ist beispielhaft für die Bürgerrechtsbewegungen in der DDR, die im Herbst 1989 die friedliche Revolution mitgestalteten. Am Ende der Ausstellung steht die virtuelle Begegnung mit einigen noch lebenden Protagonisten. Man erfährt, wie sie das nach der Herstellung der deutschen Einheit 1990 wieder begründete Land Brandenburg sehen.

Die Ausstellung beruht nicht nur auf dem aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand, sondern entstand auch mithilfe von Zeitzeugen, die persönliche Erinnerungen beitrugen und viele der originalen Objekte, Fotos, Dokumente, Briefe und Tagebücher als persönliche Leihgaben zur Verfügung stellten. Hörstationen und Filmsequenzen ergänzen die Ausstellung.

Das HBPG will mit seiner Bildungsarbeit insbesondere Schüler und junge Erwachsene ansprechen, die das politische System und das Leben in der DDR nicht mehr selbst erlebt haben. Deshalb zeigt der neue Ausstellungsbereich "Alltag und Diktatur in der DDR" die damalige Lebenswelt junger Menschen, um so zu Vergleichen mit heutigen Lebenserfahrungen und zur Diskussion unter den Generationen anzuregen. Damit profiliert sich das HBPG weiter als Forum für historische und kulturelle Bildung und außerschulischer Lernort zur Zeitgeschichte.

Der Ausstellungsbereich "Alltag und Diktatur in der DDR" wurde gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.



Ständige Ausstellung "Land und Leute. Geschichten aus Brandenburg-Preußen"

Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte,
Kutschstall, Am Neuen Markt 9,
14467 Potsdam

Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr
Fr 10–19 Uhr
Sa/So und an Feiertagen 10–18 Uhr,
Mo geschlossen

Eintritt
4,50 Euro/erm. 3,50 Euro
freitags 2 Euro
Einzelbesucher bis 18 Jahre frei
neu ab 2011: Jahreskarte: 10 Euro (berechtigt auch zum ermäßigten Eintritt in die Sonderausstellungen)

Informationen
Tel: 0331/62085-50
E-Mail: info@hbpg.de





27.01.2011 - Pressemitteilung
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam eröffnet neue Sonderausstellung „Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“


Vom 28. Januar bis 13. März 2011 zeigt das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) in Potsdam die Gastausstellung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) „Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“, die in Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Historischen Kommission und dem Institut für Geschichte der Medizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin erarbeitet wurde.
Die Schau steht unter der der Schirmherrschaft der Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Anita Tack

Über siebzig Jahre nach dem Beginn systematischer Tötungen von geistig und körperlich behinderten Menschen 1939/40 erinnert die Ausstellung an das dunkle Kapitel der „Kinder-Euthanasie“ während der Zeit des Nationalsozialismus. Auf der Grundlage der nationalsozialistischen Rassenideologie wurden in Deutschland auch an Kindern und Jugendlichen medizinische Verbrechen begangen. Über 10.000 von ihnen fielen bis 1945 den verschiedenen Programmen zur Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ zum Opfer.
Dies geschah im Alltag, mitten in Deutschland, unter Beteiligung niedergelassener Ärzte und staatlicher Ämter in Krankenhäusern und wissenschaftlichen Instituten. Mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche wurden allein in „Kinderfachabteilungen“ – eigens für die Tötung geschaffenen Einrichtungen in Krankenhäusern und Heil- und Pflegestätten – gequält und ermordet. Kinder wurden aber auch Opfer der Gasmordaktion „T4“ und der systematischen „Niederführung“ durch Hungerkost in Anstalten und Heimen, sie wurden für medizinische Experimente missbraucht und ihre Organe nach dem Tod für Forschungszwecke verwendet. Die Ausstellung zeigt, dass es Ärztinnen und Ärzten bei der Tötung in der Regel nicht um die schmerzlose Beendigung individuellen Leidens ging, sondern entsprechend der nationalsozialistischen Rassenideologie um die „Befreiung“ das Allgemeinwesens von "Ballastexistenzen", deren Leben nur dann verlängert wurde, wenn sie noch "der Wissenschaft dienen" konnten.

Die Ausstellung zeigt 30 großformatige Bild-/Texttafeln, ergänzt durch eine Medienstation, eine interaktive Karte, originale Sequenzen eines Propagandafilmes und eine Hörstation mit Briefen von Opfern und Tätern.

Kurator der Ausstellung ist PD Dr. Thomas Beddies, Mitglied der Historischen Kommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Medizin im Zentrum für Human- und Gesundheitswissenschaften der Charité.

Die Ausstellung wird durch ein fachbezogenes Begleitprogramm [›››] ergänzt.

Öffentliche Kuratorenführungen: Sa, 5. Februar 2011 und Sa, 5. März 2011, jeweils 15 Uhr
Zusätzlich zu den öffentlichen Führungen sind – nach Voranmeldung – auch Gruppenführungen möglich (Informationen und Anmeldung beim Führungsbüro,
Tel: 0331/62085-55/-50, E-Mail: fuehrungsbuero@hbpg.de).

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) stellt auf ihrer Webseite www.dgkj.de umfangreiche Hintergrundmaterialien zur Ausstellung und zur Geschichte der Kinderheilkunde bereit.


Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte,
Kutschstall, Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam
Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr, Fr 10–19 Uhr, Sa/So und an Feiertagen 10–18 Uhr,
Mo geschlossen

Eintritt frei



Hinweis an die Redaktion:
Zur Ausstellungseröffnung erscheint das Sonderheft „Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“, ein Supplement zur Januarausgabe der Fachzeitschrift Monatsschrift Kinderheilkunde. Gern senden wir Ihrer Redaktion ein Freiexemplar: Bestellung über presse@dgkj.de.


Pressekontakt:
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Dr. Antje Frank, Tel: 0331/62085-49,
E-Mail: frank@hbpg.de
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Dr. Sybille Lunau, Tel: 030/3087779-14,
E-Mail: s.lunau@dgkj.de





27.01.2011 - Einladung zur Pressevorbesichtigung der Sonderausstellung
Landsberg an der Warthe/Gorzów Wielkopolski. Zwei Namen - Eine Geschichte/jedno miasto - wspólna historia


Eine Ausstellung des Brandenburgischen Landeshauptarchivs und des Staatsarchivs Gorzów Wielkopolski zur deutsch-polnischen Geschichte der einst neumärkischen Stadt
4. Februar bis 13. März

Weitere Informationen zur Ausstellung [›››]


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich zur Pressevorbesichtigung der Sonderausstellung ein.

Termin:
Donnerstag, 3. Februar 2011, um 11 Uhr

Ort:
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG),
Kutschstall, Am Neuen Markt in Potsdam, Obergeschoss


Es begrüßen Sie:
Dr. Kurt Winkler, Direktor des HBPG
PD Dr. Klaus Neitmann, Direktor des Brandenburgischen Landeshauptarchivs
Dr. Barbara Berska, Stellvertreterin des Generaldirektors der polnischen Staatsarchive
Dr. Dariusz A. Rymar, Direktor des Staatsarchivs Gorzów Wielkopolski
Dr. Falko Neininger, Referatsleiter im Brandenburgischen Landeshauptarchiv, Ausstellungskurator


Ablauf:
· Begrüßung
· Einführung in die Ausstellung
· Rundgang durch die Ausstellung
· Gelegenheit für Nachfragen, Interviews, Fototermine


Die Ausstellung
2010 feierte das Staatsarchiv der Woiwodschaft Lebus (Województwo Lubuskie) in Gorzów Wielkopolski sein 60-jähriges Bestehen. Seit 1950 betreut das Archiv wertvolles Quellenmaterial aus dem historischen Ostbrandenburg östlich von Oder und Neiße, der heutigen polnischen Region Lubuskie.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Geschichte der Stadt Landsberg an der Warthe, die seit 1945 Gorzów Wielkopolski heißt, von ihrer Gründung im Jahr 1257 bis in die Gegenwart. Sie war über Jahrhunderte die größte Stadt im östlichen Brandenburg und ist bis heute das Zentrum der Region Wielkopolski.
Auf 25 großen Tafeln bietet die Schau eine vielfältige Auswahl von Urkunden, Akten, Karten, Plänen und Fotos aus dem Staatsarchiv Gorzów und dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv. Im HBPG wird sie mit wertvollen Originaldokumenten aus dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv ergänzt. Abbildungen, Originale und zweisprachige Erläuterungen geben Einblicke in die spannende deutsch-polnische Geschichte einer Stadt von grenzüberschreitender Bedeutung.


Zur Ausstellung erscheint der Katalog
Falko Neininger, Julius Sikorski: Landsberg an der Warthe – Gorzów Wielkopolski.
Jedno Miasto – Wspólna Historia. Zwei Namen – Eine Geschichte
Herausgegeben vom Staatsarchiv Gorzów Wielkopolski und dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv, Gorzów Wielkopolski 2010
263 Seiten, Klappenbroschur, ISBN 978-83-928735-5-6

Er ist im Museumsshop des HBPG und im Brandenburgischen Landeshauptarchiv für 12 Euro erhältlich.


Mit freundlichen Grüßen
Antje Frank





24.01.2011 - Einladung zur Pressevorbesichtigung
Neuer Ausstellungsbereich „Alltag und Diktatur in der DDR“ in der ständigen landesgeschichtlichen Ausstellung Land und Leute. Geschichten aus Brandenburg-Preußen


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich zur Präsentation des neuen DDR-Ausstellungsbereiches im HBPG ein.

Termin:
Dienstag, 1. Februar 2011, um 11 Uhr

Ort:
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG),
Kutschstall, Am Neuen Markt 9, in Potsdam (Konferenzraum)

Es begrüßen Sie:
· Dr. Kurt Winkler, Direktor des HBPG
· Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
· Ulrike Poppe, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur
· Dr. Antonia Humm, Kuratorin des Ausstellungsbereiches „Alltag und Diktatur in der DDR“
· sowie drei Zeitzeugen/Leihgeber

Ablauf:
· Begrüßung und Grußworte
· Einführung in die Ausstellung
· Rundgang durch die Ausstellung (mit Kuratorin und Zeitzeugen)
· Gelegenheit für Nachfragen, Interviews, Fotos


Der neue Ausstellungsbereich „Alltag und Diktatur in der DDR“
Das HBPG hat das Kapitel zur DDR-Geschichte in seiner ständigen Ausstellung zur Geschichte von Brandenburg-Preußen vollständig neu konzipiert und gestaltet.
Es zeigt nun aus alltagsgeschichtlicher Perspektive, auf welche Weise und mit welchen Methoden die SED-Diktatur die Lebenswelt der DDR-Bürger beeinflusste und wie diese darauf reagierten. Sechs Kapitel stellen Lebenswelten und Erfahrungen junger Menschen in der DDR exemplarisch vor und erzählen Alltagsgeschichte mit regionalem Bezug. Themen sind die Bodenreform 1945 als Instrument des Gesellschaftswandels, Jugend und Staat am Beispiel des ideologischen Kampfes von FDJ und SED gegen die Jungen Gemeinden in den 1950er-Jahren, der Tod eines Jugendlichen an der Berliner Mauer in den 1960er-Jahren, das Leitbild der „Frau im Sozialismus“ in den 1970er-Jahren, jugendliche Subkulturen am Beispiel von Punks und die Bürgerbewegung in den 1980er-Jahren.
Die Ausstellung entstand auch mithilfe von Zeitzeugen, die nicht nur persönliche Erinnerungen beitrugen, sondern auch viele der originalen Objekte, Fotos, Dokumente, Briefe und Tagebücher als persönliche Leihgaben zur Verfügung stellten. Hörstationen und Filmsequenzen sowie eine multimediale, interaktive Dokumentation zu den Maueropfern ergänzen die Ausstellung, die insbesondere jungendlichen Besuchern einen anschaulichen Zugang zur DDR-Geschichte bietet.

Der Ausstellungsbereich „Alltag und Diktatur in der DDR“ wurde gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Wir freuen uns auf Sie.

Mit freundlichen Grüßen
Antje Frank





20.01.2011 - Pressemitteilung
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam wegen Umbauarbeiten vom 25. bis 27. Januar 2011 geschlossen


Teilöffnung für neue Sonderausstellung ab 28. Januar
Gesamtes Haus öffnet ab 2. Februar mit neuem DDR-Bereich in Brandenburg-Preußen-Ausstellung


Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) in Potsdam wird wegen Umbauarbeiten vom 25. bis 27. Januar geschlossen.
Ab 28. Januar wird zunächst nur der Ausstellungsbereich im Obergeschoss geöffnet. Dort ist die Sonderausstellung Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit zu sehen (bis 13. März).

Ab dem 2. Februar ist das gesamte Haus im Kutschstall wieder geöffnet. Dann erwartet die Besucher in der ständigen Ausstellung zur Geschichte von Brandenburg-Preußen ein vollständig neu konzipierter und gestalteter Ausstellungsbereich "Alltag und Diktatur in der DDR". Er zeigt aus alltagsgeschichtlicher Perspektive, auf welche Weise und mit welchen Methoden die SED-Diktatur die Lebenswelt der DDR-Bürger beeinflusste und wie diese darauf reagierten. Sechs Themenbereiche stellen Lebenswelten und Erfahrungen junger Menschen in der DDR exemplarisch vor und erzählen Alltagsgeschichte mit regionalem Bezug.

Ab 2011 wird das HBPG mit längeren Öffnungszeiten am Freitag (10 bis 19 Uhr), dem neuen Angebot einer Jahreskarte für die ständige Ausstellung (10 Euro) und freiem Eintritt für Besucher bis 18 Jahre noch besucherfreundlicher.


Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte,
Kutschstall, Am Neuen Markt 9,
14467 Potsdam


Öffnungszeiten ab 2. Februar 2011
Di bis Do 10-17 Uhr
Fr 10-19 Uhr
Sa/So und an Feiertagen 10-18 Uhr
Mo geschlossen


Eintritt
Sonderausstellung
Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit
(28.01.-13.03.2011): frei

Ständige Ausstellung Land und Leute. Geschichten aus Brandenburg-Preußen
4,50 Euro/erm. 3,50 Euro, freitags 2 Euro

Einzelbesucher bis 18 Jahre frei
Jahreskarte: 10 Euro (berechtigt auch zum ermäßigten Eintritt in die Sonderausstellungen)


Informationen
Tel: 0331/62085-50





17.01.2011 - Einladung zur Pressevorbesichtigung der Sonderausstellung
Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit


Eine Gastausstellung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Historischen Kommission und dem Institut für Geschichte der Medizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin
28. Januar bis 13. März 2011

Weitere Informationen zur Ausstellung [›››]

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir laden Sie herzlich zur Pressevorbesichtigung der Sonderausstellung ein.

Termin:
Donnerstag, 27. Januar 2011, um 11 Uhr

Ort:
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG), Kutschstall, Am Neuen Markt in Potsdam, Obergeschoss


Es begrüßen Sie:
Dr. Kurt Winkler, Direktor des HBPG
PD Dr. Thomas Beddies, Historische Kommission der DGKJ, Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Medizin im Zentrum für Human- und Gesundheitswissenschaften der Charité, Ausstellungskurator


Ablauf:
· Begrüßung
· Einführung in die Ausstellung
· Rundgang durch die Ausstellung
· Gelegenheit für Nachfragen, Interviews, Fototermine


Die Ausstellung
Über siebzig Jahre nach dem Beginn systematischer Tötungen von geistig und körperlich behinderten Menschen 1939/40 erinnert die Ausstellung an das dunkle Kapitel der „Kinder-Euthanasie“ während der Zeit des Nationalsozialismus. Auf der Grundlage der nationalsozialistischen Rassenideologie wurden in Deutschland auch an Kindern und Jugendlichen medizinische Verbrechen begangen. Über 10.000 von ihnen fielen bis 1945 den Programmen zur Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ zum Opfer.
Die Ausstellung zeigt, dass es Ärztinnen und Ärzten bei der Tötung in der Regel nicht um die schmerzlose Beendigung individuellen Leidens ging, sondern entsprechend der nationalsozialistischen Rassenideologie um die „Befreiung“ das Allgemeinwesens von "Ballastexistenzen".


Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Anita Tack


Eröffnung der Ausstellung:
Donnerstag, 27. Januar 2011, 18 Uhr



Mit freundlichen Grüßen
Dr. Antje Frank, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, HBPG
Dr. Sybille Lunau, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)







 
 
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